Einst bei der Feuerwehr… Großbrand bei den Planseewerken
Am 25. Februar 1996 verwandelte ein defekter Transformator die Planseewerke in ein Flammenmeer. Innerhalb kürzester Zeit griff das Feuer auf die Sinterei und die Pulverfertigung über – zwei zentrale Produktionsbereiche wurden vollständig zerstört.
Was folgte, war ein Großeinsatz historischen Ausmaßes:
20 Feuerwehren mit insgesamt 368 Einsatzkräften rückten an. 66 von ihnen standen unter Atemschutz im direkten Kampf gegen Rauch, Hitze und Flammen. 41 Fahrzeuge waren im Einsatz, darunter ein Hubsteiger sowie eine Drehleiter aus Füssen.
Mit 8 Tragkraftspritzen, 4.200 Metern B-Leitungen und 1.590 Metern C-Leitungen wurde die Wasserversorgung sichergestellt. Vier B-Rohre standen im Dauereinsatz. 19 Beleuchtungsgeräte tauchten die Szenerie in grelles Licht, während 154 Atemschutzflaschen im ständigen Wechsel gebraucht wurden.
Insgesamt summierten sich die Arbeiten auf rund 2.000 Einsatzstunden – ein Kraftakt für alle Beteiligten. Der wirtschaftliche Schaden war gewaltig: Von einer Summe von über 500 Millionen Schilling war die Rede – eine der schwersten Brandkatastrophen in der Geschichte des Unternehmens.
(vgl. Lipp 2017: 219)


Mehr spannende Einblicke in die Geschichte der Freiwilligen Feuerwehr Reutte gibt es im Buch:
„Gott zur Ehr’ – dem Nächsten zur Wehr“
150 Jahre Freiwillige Feuerwehr Reutte
(1867–2017)
von Richard Lipp
© Museumsverein Reutte
ISBN: 9783950370683
