Einst bei der Feuerwehr Reutte... die erste Motorspritze
Es war einmal bei der Feuerwehr Reutte.. als eine neue Ära der Brandbekämpfung begann.
Da sich der Ausbau der Hochdruckleitung verzögerte, bewilligte die Marktgemeinde die Anschaffung einer modernen Motorspritze. Es handelte sich dabei um die zweirädrige Rosenbauer’sche Benzinmotorspritze vom Typ C 4 – für die damalige Zeit ein äußerst leistungsfähiges Gerät. Die Kosten beliefen sich auf 11.200 Schilling. Am 9. November 1925 traf die Motorspritze in Reutte ein und revolutionierte die Löschtaktik der Feuerwehr.
Bereits 1927 stellte die Feuerwehr den Antrag auf den Ankauf eines Autos, um die Motorspritze sowie die Mannschaft schneller transportieren zu können. Dieser Antrag wurde jedoch abgelehnt, da man befürchtete, ein Fahrzeug würde eher den umliegenden Orten als Reutte selbst zugutekommen. Die Lösung folgte 1928: Private Autobesitzer wurden gebeten, Kupplungen an ihren Fahrzeugen anzubringen, um die Feuerspritze im Ernstfall anhängen zu können. Zudem verpflichteten sich die Besitzer, beim ersten Alarmzeichen mit ihrem Auto bereitzustehen. Ergänzend wurde ein Bereitschaftsdienst bei Gewittern eingerichtet, um die Einsatzfähigkeit jederzeit sicherzustellen.
(vgl. Lipp 2017: 122, 188)

Mehr spannende Einblicke in die Geschichte der Freiwilligen Feuerwehr Reutte gibt es im Buch:
„Gott zur Ehr’ – dem Nächsten zur Wehr“
150 Jahre Freiwillige Feuerwehr Reutte (1867–2017)
von Richard Lipp
© Museumsverein Reutte
ISBN: 9783950370683
